Nach einer kurzen Pause ging es im September für mich nach Genf, Schweiz. Dort habe ich mir Anfang des Jahres einen der heiß begehrten Jobs beim „Court Service“ ergattert.

Ich hatte ein kleines Apartment direkt an der französischen Grenze, etwa 40min von der Palexpo Halle im Zentrum Genfs entfernt.
Unsere Aufgaben als Court Service Team waren sehr viefältig. Wir waren für die absolute Sauberkeit und intakt-Haltung der speziellen Hartplätze zuständig. Wir waren für das Wohlbefinden und alle Bedürfnisse der Spieler und ihrer Begleitung verantwortlich. Dies brachte uns natürlich immer in unmittelbare Nähe zu den Top-Spielern und ihren Trainern.


Ich hatte das Glück, meistens auf dem Trainingsplatz eingeteilt zu sein. Das brachte mir viele Vorteile, da alles etwas abgeschotteter war, und man oft die Chance bekam, sich mit den Spielern und ihren Trainern auszutauschen. Jeder Spieler wärmte sich auf diesen Plätzen vor seinem Match auf oder trainierte dort für sein nächstes Match am folgenden Tag.


Unsere Arbeitstage waren ähnlich lange, wie die während des Mercedes Cups in Stuttgart. Wir arbeiteten täglich von 7 Uhr bis spät in die Nacht, teilweise nach Mitternacht, durch.
Das Highlight war natürlich meine erste Begegnung mit meinem Idol Roger Federer. Er war der erste Spieler, den ich bei seinem Training begleiten durfte. Mit einer gewaltigen Anspannung und „den Hosen voll“ verfolgte ich jeden Ballwechsel und saugte jedes Wort meines Vorbildes auf. Geniales Erlebnis…

Als krönender Abschluss durften wir auf den Presseplätzen das Endspiel mitverfolgen und konnten somit die Atmosphäre in vollen Zügen genießen. Was eine Stimmung unter den 17000 Zuschauern.


Team Europe, angeführt von Rafael Nadal und Roger Federer, gewannen den Laver Cup 2019 und damit ging ein weiteres Highlight auf meiner Reise zu Ende. Meine Arbeit war noch am selben Abend erledigt und ich fuhr tags darauf wieder nach Hause ins` Mondseeland.
