Turnierreise Miami

Bevor ich in meine wohl verdiente Sommerpause zurück nach Österreich ging, hatte ich eines der größten Hilights meines Jahres. Eine Turnierreise in die USA, um genau zu sein, nach Miami.

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Insgesamt sind wir zu 9t, plus zwei unserer Trainer für 3 Wochen gereist. Die Reise begann mit einem zweieinhalb-stündigen Flug in die Hauptstadt Spaniens, Madrid. Dort angekommen, mussten wir fünf Stunden auf unseren Direktflug nach Miami warten. Im Flieger angekommen, alle genervt und müde vom Warten, ging es dann nun endlich richtig los. Für einige von uns, inklusive mich, ist es der erste Flug in einer der riesigen Passagiermaschinen. Selbst für jemanden wie mich, der doch sehr viel fliegt, war es eine komplett neue Erfahrung.

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Der Flug dauerte mit einigen Verzögerungen statt den normalen 9 Stunden schlussendlich über 11 Stunden. Die Zeit konnten wir uns mit Filmen und Schlafen vertreiben. Wir kamen um circa 19 Uhr amerikanische Zeit am Flughafen in Miami an. In unserer Zeit umgerechnet wäre es 3 Uhr morgens gewesen. Mit heftigem Jetlag und mieser Laune haben wir uns zu 7t plus über 9 Koffer und Tennistaschen in einen 5 Sitzer Chevrolet Truck gequetscht. Wir hatten noch eineinhalb Stunden Fahrt bis zu unserem Hotel in Fort Lauderdale. Dort angekommen haben wir unsere Zimmer bezogen und sind alle todmüde in unser Bett gefallen.

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Am nächsten Tag durften wir uns noch ein wenig schonen. Wir standen um 14 Uhr völlig übermüdet auf. Mein Trainer Raduan hatte schon eine Tennisanlage für uns organisiert, auf der wir am Abend ein wenig trainieren konnten.  Gegen 18 Uhr fuhren wir zu der Tennisanlage. Es war sehr wichtig für uns, uns direkt auf die Plätze einzustellen. In Amerika spielt man nicht auf normalem roten Sand/Asche wie in Europa, sondern auf grünen sehr schweren und langsamen Sandplätzen. Für die meisten von uns war es das erste Mal auf diesen eigenartigen Plätzen.

Bildergebnis für green clay courts tennis america

Ich brauchte einige Stunden, um mich auf den Belag einzustellen. Der grüne Sand ruft mehr Platzfehler hervor und macht den Ball um einiges langsamer als gewohnt. Mit einem sehr aggressiven und schnellen Spiel, wie ich es habe, ist es also deutlich schwerer Punkte zu machen als gewohnt.

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Das erste Turnier war ein lokales UTR Turnier. UTR ist eine neue Rangliste mit der man das Level eines Spieler sehr genau beschreiben kann. Man fängt mit einer 0 an und könnte sich auf eine 16.5 vorarbeiten. Zum besseren Verständnis: Eine 3 wäre ein schlechterer Hobbiespieler, eine 7 wäre ein solider guter Bundesliga Spieler in Österreich. Von 8 bis 10 könnte man Division 2 College Tennis in Amerika spielen und von 10 bis 13 könnte man Devision 1 spielen. Ab 13 ist man ATP Profi. Ich habe eine glatte 9. Man kann sich im Ranking verbesseren wenn man viele Spiele gegen besser gelistete Spieler gewinnt. Da wir alle noch nicht viele UTR Matches gespielt haben, ist es klar, dass unsere Rangliste noch eher bescheiden aussieht. Zurück zum eigentlichen Thema. Das erste Turnier war in der Nähe unseres Hotels. Noch schwer übermüdet und nicht gut angepasst hab ich mein erstes Match in einem Marathon grade noch gewonnen. Das zweite Match, welches noch am gleichen Tag stattfand, verlor ich dann glatt in der prallen Hitze Miamis. Es hatte zu der Zeit Mittags um die 45 Grad ohne eine Wolke am Himmel und 90% Luftfeuchtigkeit. Es gab zum Glück ein Pool an der Anlage, welches aber selbst über 30 Grad hatte und um die Mittagszeit mit dutzenden Amerikanern gefüllt war.

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Nachdem viele von uns der Hitze und dem Jetlag unterlagen, trainierten wir die nächsten Tage und passten uns den Bedingungen an. Wir besuchten Miami und machten eine Rundfahrt über die größten Highways um und durch die Stadt. 20180627_111217.jpg

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Abends besuchten wir öfters die schönsten Strände Miamis und gingen dort in sehr schönen und typisch Amerikanischen Restaurants Abendessen.

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In der zweiten Woche hatten wir das wichtigste Turnier der Reise. Ein sehr angesehenes ITF Turnier. Wir spielten dort in insgesamt 3 Wettbewerbe, (was doch eine Zumutung war). Wir spielten in einem Open-For-All-Bewerb und in einem Junior- und einem Doppelbewerb mit. Im OFA Bewerb durfte ich gleich gegen die Nummer 1 gesetzten 1.95 großen John Walsch spielen. Mit einem harten 2:6 2:6 wurde ich gleich aus dem ersten Bewerb geschmissen und konnte mich nun komplett auf den wichtigeren Bewerb konzentrieren. Ich hatte in der ersten Runde ein relativ einfaches Spiel mit 6:0 6:0 gewonnen. Das nächste Match war am darauffolgenden Tag. Ich gewann es auch mit gutem Tennis 6:4 6:3 gegen einen amerikanischen Spieler. Das dritte Match verlief genau gleich wie das zweite. Aber nicht zu vergessen, dass ich ja auch noch mit meinem Freund Doppel spielen musste. Die ersten zwei Runden hatten wir sehr viel Glück, und bekamen immer eine Aufgabe der Gegner.  Am dritten Tag musste ich nun im Halbfinale gegen einen meiner Kollegen spielen. Ich verlor das Match leider klar 6:2 6:1. Zufrieden mit meinen Matches  konzentrierte ich mich nun mit meinem Freund auf ein weiteres Halbfinale im Doppel. Nach einem harten Kampf und viel Schweiß und Energie verloren wir dieses leider auch in einem drei Satz Match.

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Wir hatten nun endlich mal ein paar Tage weniger zu tun und konnten ein wenig sightseeing gehen und die Stadt erkunden.

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Die letzte Woche war voll mit Trainingseinheiten. Wir wechselten öfters Clubs und probierten auf Hartplätzen zu trainieren, da unser letztes Turnier auf Hartplatz war. Um es kurz zu fassen: Im letzten Turnier gewann ich die ersten zwei Runden und flog dann im Achtelfinale gegen einen brasilianischen Spieler glatt in zwei Sätzen raus. Damit waren meine Turniererlebnisse beendet. Wir hatten noch ein paar schöne Tage, bevor es dann wieder zum Abflug ging.

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Am Abflugtag ging das ganze Prozedere von vorne los. Wir quetschten uns wieder in unser Auto, warteten am Flughafen und begannen unseren 9 Stunden Flug, der diesmal reibungslos ging. Zu Hause angekommen, war es kalt und wir hatten wieder mit Jetlag zu kämpfen. Ich flog direkt nach München weiter und wurde dort abgeholt und nach Hause gefahren. Damit war mein Sommerhighlight vorbei.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von Hortense Hortense sagt:

    Hallo Flo! Danke für den Bericht, den ich wie immer gierig verschlungen habe! Endlich wieder ein Blog von Dir!
    Eine sehr beindruckende Reise in die Vereinigten Staaten, Du erlebst doch schon einiges in deinen jungen Jahren! Genieße!
    Ich wünsche dir eine erfolgreiche Tennis-Saison ohne Verletzungen!
    Grandmere.

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  2. Avatar von Stephan Stephan sagt:

    love your passion

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  3. Avatar von Nicole Nicole sagt:

    Super cooles Erlebnis! Gratuliere zu deinen ersten Turnieren in den USA.

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